Die Familienrekonstruktion: Was haben meine Ahnen mit mir zu tun?

Eine 3tägige Betrachtung des Wechselspiels zwischen den Leben unserer Vorfahren und den Auswirkungen auf unser Handeln und Fühlen im Hier und Jetzt


Erwachsene erleben oft lange nach dem Verlassen der Familie, in der sie aufgewachsen sind, belastende Beziehungen, Verständnislosigkeit, Verwicklungen und Verstrickungen.

Die eigene Familiengeschichte zurück zu verfolgen ist eine Entdeckungsreise: Wie haben sich die eigenen Eltern kennen gelernt? In welcher Zeit und wie wuchsen wir heran? Woher kommen die Eltern und wie ist deren Ehe verlaufen oder verläuft sie? Wie war das in den Generationen davor? Welche Kräfte stecken in der Familie, welche Energien? Welche Regeln hat die Familie gelebt? Gab es Ereignisse, die eine besondere Herausforderung darstellten?

Diese und viele andere Fragen beschäftigen die Teilnehmenden einer Familienrekonstruktion:

Wir wollen uns mit den Erfahrungen und den Kräften beschäftigen, die wir in unseren Herkunftsfamilien als Kind gesammelt haben. Sie werden in unseren Beziehungen heute wirksam. Die Teilnehmer*innen lernen die Familie als Ganzes zu verstehen, dessen Bestandteile immer in Wechselwirkung miteinander stehen. Die Familienrekonstruktion bietet die Chance, sich selbst und die Familienmitglieder so zu sehen, dass eigene Überzeugungen, Unwissenheit, mangelndes Wahrgenommen-werden und Missverständnisse zum Vorschein kommen.

Wenn wir es aufgeben, unseren Eltern vorzuwerfen, dass wir uns in unserer Kindheit bestimmte Bewältigungsstrategien angeeignet haben, können wir neue Strategien entwickeln, die unseren Wünschen und Bedürfnissen im Hier und Jetzt entsprechen.

Was bewirkt Familienrekonstruktion?

In der Familienrekonstruktion werden familienspezifische Beziehungsmuster und Rollenverhältnisse räumlich-bildlich dargestellt. Nähe und Distanz, Machtverhältnisse, Verantwortungsübernahme und Abgrenzung sowie nonverbales Verhalten werden durch verschiedenene Methoden anschaulich gemacht. Die Erkenntnisse aus diesem Prozess haben enormen Wert für die Interpretation der eigenen momentanen Situation und für Prognosen der Zukunft. Der Zustand der jetzigen Familie wird als direkter Ausdruck dessen betrachtet, was die Eltern oder Grosseltern ihrerseits in ihrer Herkunftsfamilie gelernt und an ihre Kinder weitergegeben haben.

Mögliche Themen im Seminar

sind zum Beispiel Lebensregeln, Kommunikations - und Beziehungsmuster der eigenen Familie, Rolle und Funktion der Frauen und Männer in der Herkunftsfamilie, Entscheidungswege und deren Bedeutung für die aktuellen Erfahrungen als Mensch im Hier und Jetzt.

Ziele der Familienrekonstruktion

Die Ziele dieser Selbsterfahrung im Rahmen einer Familienrekonstruktion sind:

- ein verbessertes Selbstwertgefühl zu erreichen

- den Zugang zur eigenen Kraft und zu eigenen Ressourcen zu finden

- die Herkunftsfamilie besser zu verstehen

- und so die eigene Verwurzelung in dem sozialen System "Familie" zu entdecken.

 

 

Was bietet Familienrekonstruktion?

Die amerikanische Familientherapeutin Virginia Satir entwickelte die Familienrekonstruktion Ende der 60er Jahre.

 

Dieses Seminar enthält Elemente wie

- Skulpturarbeit

- Psychodrama

- Gestalttherapie

- Genogrammarbeit

und andere.

Sie ist Teil der Familien-Systemtheorie.

 


Das Seminar "Die Familienrekonstruktion" findet in Co-Leitung gemeinsam mit meiner geschätzten Kollegin Eva Maria Zimmerer, Systemische Paar-und Familientherapeutin und Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation,  statt: